Modelltest TestDaF Textproduktion
Vorgabenorientierte Textproduktion TestDaF (Bearbeitungszeit: 60 Minuten)
Schreiben Sie einen zusammenhängenden Text von mindestens 200 Wörtern zum Thema Arbeitslosigkeit innerhalb bestimmter Qualifikationsgruppen.
Beschreiben Sie die Arbeitslosenquote innerhalb der verschiedenen Qualifikationsgruppen.
Teilweise wird die Ansicht vertreten, ein Studium lohne sich nicht, da es zu lang dauere. Geben Sie diese Auffassung in eigenen Worten wieder und nehmen Sie dazu Stellung.
Geben Sie die Situation in Ihrem Heimatland wieder.
Tabelle 1: Anteil der Arbeitslosen innerhalb bestimmter Qualifikationsgruppen
1994 2000 2003
ohne Ausbildung 21 % 23% 23%
mit Berufsausbildung 7% 8% 24%
mit Hochschulabschluss 4% 3% 3%
Quelle: IAB-Kurzbericht 18/2007
Tabelle 2: Durchschnittliches Bruttoeinkommen pro Monat in Euro
mit Hochschulabschluss: 4000,00 €
mit Berufsausbildung: 2200,00 €
Quelle: BMBFs, Reihe Bildungsreform, Band 9, 2004
Lösungsvorschlag:
Studium oder Berufsausbildung?
Viele Jugendliche in Deutschland müssen jedes Jahr eine schwierige Entscheidung treffen: sollen sie sich um einen Ausbildungsplatz oder lieber für einen Studienplatz bewerben? Denn es geht nicht nur darum, was sie in den nächsten drei oder sechs Jahren machen wollen, sondern auch die langfristigen Zukunftsaussichten spielen dabei eine Rolle.
Bedeutende Informationen zu diesem Thema liefern uns die vorliegenden Tabellen, die den Prozentanteil je nach Abschluss bzw. das durchschnittliche Bruttoeinkommen pro Monat in absoluten Zahlen zeigen.
In Tabelle 1, deren Quelle der IAB-Kurzbericht 18/2007 ist, kann man deutlich erkennen, dass der Anteil der arbeitslosen Menschen ohne Berufsabschluss höher als 20% in allen untersuchten Jahren – 1994 bis 2003 - war, was mehr als doppelt so hoch wie der Anteil der Arbeitslosen mit einer Berufsausbildung ist. Weniger als 5% der Hochschulabsolventen haben keine Anstellung.
Nicht nur haben Absolventen und Absolventinnen nach ihrem Abschluss bessere Karrierechancen, sie verdienen BMBFs, Reihe Bildungsreform, Band 9, 2004 zufolge im Durchschnitt auch deutlich mehr als diejenigen mit einer Berufsausbildung. Sie können im Monat bis etwa 4000€ brutto verdienen.
Da viele Studierende erst mit Ende 20 ihr Studium beenden, vertreten manche die Meinung, ein Studium lohne sich nicht.
Für diese Ansicht spricht, dass es lange dauert, bis die Studenten und Studentinnen die Erwerbstätigkeit erreichen, außerdem muss viel Geld (in Form von Studiengebühren, Unterkunftskosten usw.) ausgegeben werden. Aus diesem Grund müssen viele Studierende eine Nebentätigkeit finden, um ihr Studium finanzieren zu können, was die Dauer des Studiums noch verlängern könnte.
Den beiden Tabellen zufolge sind aber die Zukunftsaussichten für Hochschulabsolventen im Vergleich besser, so dass man zugeben muss, dass ein Hochschulstudium vorteilhaft ist. Dadurch bekommen Studierende bessere Grundkenntnisse in ihrem Fach, und eine Tätigkeit als Praktikant oder Werkstudent bietet ihnen die Möglichkeit, auch die praktischen Anwendungsmöglichkeiten ihrer Hauptfächer kennen zu lernen.
In meiner Heimat, Spanien, ist die Situation anders. Viele Menschen fangen jedes Jahr ein Studium ein, und nur wenige Schüler entscheiden sich für eine Ausbildung. Das bedeutet, er gibt eine große Nachfrage an Auszubildenden und qualifizierte Handwerker finden leichter und schneller eine Arbeitsstelle als viele Hochschulabsolventen. Wegen der Wirtschaftskrise gibt es zudem keinen Unterschied zwischen dem Einkommen beider Gruppen – beide sind leider viel zu niedrig und reichen für ein bequemes Leben nicht aus.
© Prüfungsvorbereitung Axioma www.sprachschule-axioma.de

